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News Archive

World Championships Argentinien

Sonntag bis Dienstag: Hat jemand "trocken" gesagt?

Jörg Ewald, 2. November 2021
Am Samstag Abend konnten Dominic und ich am Flughafen die dritte und grösste Reisegruppe in Empfang nehmen und zum Schweizer Haus fahren. Dort erwartete uns schon Elizabeth, unsere Vermieterin, mit einem üppigen Nachtessen und einer Überraschungsstorte für Emma, die gerade den längsten Geburtstag ihres Lebens feierte. Der Sonntag begann mit bedecktem Himmel, während der Warterei bei der Registrierung im WM-Hauptquartier kam dann die Sonne raus. Sobald die (diesmal überraschend niedrigen) bürokratischen Hürden genommen und alle mit einem T-Shirt ausgestattet waren, fuhren wir hoch zum Startplatz. Dort wurden wir von einem leichten Regenschauer begrüsst, kaum liess der Regen etwas nach, war das Team in der Luft. Tagesziel erreicht. Sie konnte sich für einige Zeit halten, bis die immer dichteren Wolken auch die letzte Thermik abwürgten. Die letzten zwei Jahre hat es anscheinend hier in Tucumàn kaum geregnet. Daher ist besonders die Fläche vor dem Start viel trockener als sonst, was die gute Thermik und die teilweise sehr hohe Wolkenbasis erklärt, die wir hier während den ersten Tagen vorfanden. Wir erleben ja immer wieder, dass wir für einen grossen Wettbewerb in ein eher trockenes Gebiet reisen, und kaum sind wir da fängt es an zu regnen. Das hat auch hier super funktioniert: Während der Parade der Nationen fing es auch in der Stadt leicht an zu regnen, während dem Willkommens-Essen in einer grossen Bar öffneten sich die Schleusen und bald stand das Wasser dezimeterhoch auf den Strassen. Gestern Montag wäre der offizielle Trainingstag gewesen. Die Niederschläge hatten etwas nachgelassen, aber an Fliegen war immer noch nicht zu denken. Wir nutzten die Zeit für Einkäufe, eine Gruppe ging auf eine geführte Wandertour durch eine Zitronenplantage. Sepp und Stephan verbrachten den grössten Teil des Tages damit, die Espressomaschine in der Küche zu revidieren - leider erfolglos, die in mehreren Versionen selbstgebastelte Dichtung hielt dem Druck einfach nie stand. Somit bleibt es vorläufig beim Nescafé. Heute Dienstag regnet es weiter, der erste offizielle Lauf wurde vorhin abgesagt. Einige von uns fahren nun in die hohen Berge, der Rest der Truppe wird sich hier im Ort etwas bewegen und daran arbeiten, die Motivation hoch zu halten. Unsere interne Organisation wird sich auch etwas ändern: Maristella fällt nach einem Beinbruch als Fahrerin aus, für sie übernimmt Christoph L. Seine Rolle als Koch übernimmt zum einen unsere Vermieterin, Elizabeth, mit ihren zwei Hausangestellten Judit und Maria. Zum anderen werden wir nun halt häufiger in Restaurants essen - davon hat es hier zum Glück sehr viele. Morgen Mittwoch und am Donnerstag sollten Läufe möglich sein, am Freitag eher weniger. Für den Rest der Tage, ab Samstag, sind die Locals sehr optimistisch. Danke fürs Daumendrücken!
World Championships Argentinien

Weltmeisterschaften in Tucumàn, Argentinien: Es geht los!

Jörg Ewald, 30. October 2021
Willkommen zur Berichterstattung von den Gleitschirm-Weltmeisterschaften in Tucumàn, Argentinien! Die Schweizer Delegation umfasst 8 Pilotinnen und Piloten: - Emanuelle Zufferey - Nanda Walliser - Yael Margelisch - Christoph Dunkel - Dan Morand - Dominic Rohner - Sepp Inniger - Stephan Morgenthaler sowie drei Helferinnen und Helfer - Maristella Pricoli - Christoph Leibinger - Jörg Ewald, Teamleader Tucumàn, oder genauer die Stadt Yerba Buena, liegt im Nordwesten von Argentinien, am Fuss der ersten Ausläufer der Anden. Die Gegend ist einigen von uns vom Weltcup-Final 2007 noch in Erinnerung (Chrigel Maurer gewann damals seinen dritten, Anja Kroll ihren ersten Gesamtweltcup-Titel), 2019 fand noch einmal ein Weltcup statt (Alfredo Studer wurde 24.). Dass wir nun hier sind, liegt an der Pandemie: Eigentlich hätte die WM im Mai in Frankreich stattfinden sollen, die wurde aber wegen COVID abgesagt. Kurz darauf meldeten sich zwei Organisatoren aus Tucumàn, und boten an, die WM dort durchzuführen. Nach längeren Diskussionen (einige Nationen, unter anderem die Schweiz, hatten Bedenken wegen der erfahrungsgemäss doch eher stabilen, schwachen und unzuverlässigen Bedingungen, die keine wirklichen "Rennen" zulassen) wurde entschieden "besser eine WM in einem schwachen Gebiet als gar keine WM". Das Team reist in drei Gruppen an: Maristella und Christoph D schon vor zwei Wochen, weil Christoph am Weltcup in La Rioja teilnahm, 400km südlich von hier. Sein Wiedereinstieg nach einem Jahr Wettbewerbspause gelang super, am Schluss verpasste er den Sieg um 9 magere Pünktchen und wurde vierter. Am Mittwoch kamen Dominic und ich an, Dominic aus Nordbrasilien und schon entsprechend tiefenentspannt, ich aus der Schweiz und etwas weniger entspannt, weil Christoph L, unserem Koch, in Frankfurt das Boarding verweigert und er auf einen Flug zwei Tage später verlegt wurde. Improvisation ist also gleich von Beginn weg gefordert. Wie ich das schreibe, ist der Rest vom Team gerade in Buenos Aires am Flughafen und erledigt die Immigrations-Formalitäten (Dominic: "Die Einreise nach Nordkorea wäre vermutlich einfacher"). Wir erwarten sie heute Abend um 8 in Tucumàn, dann sind wir vollzählig. Morgen Sonntag stehen die Einschreibung und die Eröffnungsfeier auf dem Programm, wir hoffen, das Team vorher ein erstes Mal geschlossen in die Luft zu bringen. Am Montag ist der offizielle Trainingstag, ab Dienstag folgen die 10 Wettbewerbstage, mit einem Ruhetag nach sechs Läufen. Am Samstag, den 13. November findet die Siegerehrung statt, die meisten von uns werden am gleichen Tag abreisen. Am Donnerstag hatten Dominic und ich die Gelegenheit, ein erstes Mal die Luft zu testen, und waren beide positiv überrascht wie zuverlässig man Thermik fand, und dass die doch immerhin Steigwerte von 2 bis 3 m/s hergab. Eine kräftige Inversion auf 1600m limitierte den Ausflug etwas (die Ebene liegt auf 400m), aber auch im Flachen draussen konnte man sich gut halten und Anschluss finden. In den letzten zwei Jahren seien viel weniger Niederschläge gefallen als sonst, sagen die Locals und prophezeien gute Bedingungen. Mögen sie recht behalten!
XC Brazil 2021

Day 14 und Abschluss

Michael Sigel, 24. October 2021
So, das war’s dann mit der Berichterstattung von unserem Weltrekordversuch hier in Brasilien. Es war einmal mehr eine tolle Zeit hier im Sertao, mit tollen Flügen und unvergesslichen Sonnenuntergängen. Leider war der Wind niemals stark genug, um auch nur annähernd in Schlagdistanz zum Weltrekord von über 600km zu kommen. Manchmal hatte es sogar so wenig Wind, dass man riesige Dreiecke fliegen konnte. Das 270 km Dreieck von Sebi ist vermutlich das grösste jemals geflogene FAI Dreieck im Flachland. Dazu ist zu sagen, dass Yael ihren eigenen Weltrekord um nur 7km verpasst hat. Sie ist und bleibt die einzige Frau, die jemals über 500km geflogen ist – und das nun sogar schon zwei Mal. Es war auf jeden Fall eine schöne Zeit hier und ich bin stolz, dass alle mal über 500km geflogen sind, was noch immer nicht alltäglich ist! 531 km Michael/Dominic/Yael 512 km Rico 506 km Dino 500 km Sebastian 499 km Rico 492 km Sebastian 489 km Michael/Dominic 451 km Dominic/Michael 402 km Sebastian 270 km FAI Sebastian 219 km FAI Rico 192 km FAI Dino Wie geht es nun weiter? NE-Brasilien, rep. Caico ist definitiv der mit Abstand einfachste Ort, um über 500km zu fliegen: kaum Zeitverschiebung, rel. günstig, viel Wind, einfache Flugbedingungen und perfekte Infrastruktur. Trotzdem: der Wind im Nordosten Brasiliens ist (rechnerisch) praktisch immer zu schwach, um deutlich über 600 km zu fliegen. Wir werden in der XC Ligakommission anschauen, wie und wo der Event in den nächsten Jahren weitergeführt wird. Vielen Dank an www.flywithandy.com, www.swissleague.ch und www.shv-fsvl.ch für die tolle Unterstützung. ******************* So, that's it for the coverage of our world record attempt here in Brazil. Once again it was a great time here in the Sertao, with great flights and unforgettable sunsets. Unfortunately, the wind was never strong enough to even come close to be within striking distance of the world record of over 600km. Sometimes there was even so little wind that you could fly huge triangles. Sebi's 270km triangle is probably the largest FAI triangle ever flown in the lowlands. It has to be said that Yael missed her own world record by only 7km. She is and remains the only woman who has ever flown over 500km - and she has done it twice now. In any case, it was a great time here and I am proud that all of them have flown over 500km once, which is still not common! 531 km Michael/Dominic/Yael 512 km Rico 506 km Dino 500 km Sebastian 499 km Rico 492 km Sebastian 489 km Michael/Dominic 451 km Dominic/Michael 402 km Sebastian 270 km FAI Sebastian 219 km FAI Rico 192 km FAI Dino Where do we go from here? NE-Brazil, rep. Caico is definitely by far the easiest place to fly over 500km: hardly any time difference, relatively cheap, lots of wind, easy flying conditions and perfect infrastructure. Nevertheless: the wind in northeastern Brazil is (computationally) practically always too weak to fly much above 600km. We will look in the XC League Commission how and where the event will be continued in the next years. Many thanks to www.flywithandy.com, www.swissleague.ch and www.shv-fsvl.ch for the great support. Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 13

Michael Sigel, 24. October 2021
Flug: voll Bise in Caico=Seitenwind. Dann trotz Schatten einigermassen einfach zum Überleben. Früh wurde es dann ziemlich gut. Sebi und Rico haben mich eingeholt und dann sind wir mit tollen Bedingungen richtung ersten WP nach 110 km. Auf dem 2. Schenkel mehr Gegenwind als erwartet, die Thermik schwächelte etwas und ein Gebirge hätte auch umflogen werden sollen; insgesamt mühsame Aussichten. Deshalb am Funk entschieden, auf one way umzustellen. Nach dem Mittag liefs mir nicht so gut und ich wurde ziemlich müde. Eine Stunde später war ich dann wieder motiviert und mit dem Vorwärtskommen gings auch wieder besser. Leider hatte Rico ein paar Km nördlich von mir eine gerissene Stabiloleine, Sebi, der mit ihm zusammen flog ging auch landen. Wusste dann lange nicht, ob ich solidarisch auch landen soll oder mit schlechtem Gewissen weiterfliegen. Bin aber ein paar mal zu oft runterspiralt in den letzten Wochen. Dann habe ich aber einen Brasilianischem Piloten aufgeholt und habe mit ihm zusammen ein paar Thermiken gedreht, bis er nach SW abgebogen ist. Den Rest des Fluges habe ich ausgiebig genossen, im Wissen, so bald nicht wieder solche Flugerlebnisse zu haben... Dino ************************* Flight: full bise in Caico=crosswind. Then, despite shade, reasonably easy to survive. Early then it became pretty good. Sebi and Rico caught up with me and then we went with great conditions towards the first SS after 110 km. On the 2nd leg more headwind than expected, the thermals weakened a bit and a mountain range should have been flown around; all in all difficult prospects. Therefore I decided on the radio to change to one way. After noon I didn't feel so good and got quite tired. One hour later I was motivated again and the progress was better. Unfortunately Rico had a broken stabilo line a few kilometers north of me, Sebi, who was flying with him, also landed. I didn't know for a long time whether I should also land in solidarity or continue flying with a guilty conscience. Am but a few times too often downspiralt in recent weeks. But then I caught up with a Brazilian pilot and turned a few thermals together with him until he turned SW. The rest of the flight I enjoyed extensively, knowing that I will not have such flight experiences again soon... Dino Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 10

Michael Sigel, 20. October 2021
Wie ihr den Distanzprognosen entnehmen könnt, wird der Wind jeden Tag schwächer. Gestern wären theoretisch 435km möglich gewesen. Doch der Tag war mega stabil. Während Sebastian und Rico weggekommen sind, brauchte Dino drei Anläufe, bis auch er Steigen fand. Leider mussten Rico und Sebastian dann in den schwierigen Bedingungen bald schon landen. Dino machte sich also bei wolkenlosen Verhältnissen alleine auf den Weg nach Westen. Ohne Thermikmarkierungen war das am Vormittag ziemlich schwierig, trotzdem hat er es gepackt. Ab den Nachmittag halfen dann endlich Wolken. Nach 10 Stunden und einem weiteren Sonnenuntergang landete er auf der Hauptstrasse zwischen Quixeramobim and Boa Viagem. Für heute ist noch weniger Wind angesagt und Rico und Sebi werden vermutlich ein FAI-Dreieck versuchen. ********************* As you can see from the distance forecasts, the wind is getting weaker every day. Yesterday, 435km would have been theoretically possible. But the day was mega stable. While Sebastian and Rico got away, Dino needed three attempts until he also found climbing. Unfortunately, Rico and Sebastian then had to land soon in the difficult conditions. So Dino headed west alone in cloudless conditions. Without thermal markings this was quite difficult in the morning, but he still managed. From the afternoon on clouds finally helped. After 10 hours and another sunset he landed on the main road between Quixeramobim and Boa Viagem. For today even less wind is announced and Rico and Sebi will probably try a FAI triangle. Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 8

Michael Sigel, 19. October 2021
Der Tag startete mit viel Wind und auch ziemlich viele Wolken. Dementsprechend zurückhaltend waren wir auf dem Startfeld am Morgen früh. Doch Yael machte es vor, startete um 6:40 und zog davon. Beeindruckt sind dann auch die anderen gleich hinterher. Es hatte so viel Wind wie noch nie und im 2/3 Gas hatte ich sogar kurzzeitig über 100km/h drauf. Bis Patu war die Thermik gut und alle sind gut durchgekommen. Leider musste Yael dann aber alleine landen und hatte dann mit sehr viel Wind am Boden zu kämpfen. Für die anderen ging es weiter Richtung Quixada. Während Domi und ich zusammen flogen, war Rico mit Simon Zwiebel unterwegs, während Dino und Sebastian auf eigenen Routen flogen. Trotz abnehmenden Windes waren wir alle ziemlich zügig unterwegs. Dominic und ich hatten dann nach Quixada eine grosse Baustelle und Sebi zog südlich an uns vorbei. Bei Livramento (kurz vor dem Plateau) dann das Highlight: ein mega Dust Devil. Domi und ich sind ca. 400m über Grund rein und wurden nicht enttäuscht: sehr turbulent und bis 8m/s Steigen. Dummerweise war es zwischen 16 und 17 Uhr so labil in der Region, dass es dann grossflächig abschattete und sogar leichten Regen gab. Deshalb gab es für Sebastian, Dominic und mich auch keine Thermik mehr auf dem Plateau und wir mussten nach 490km bereits 1 Stunde zu früh landen. Rico und Dino hatten deutlich mehr Glück, waren etwas später dran und konnten den Flug bis zur letzten Minute ausreizen und so auf 512km und 506km fliegen. Was für ein Flugtag! Nun sind alle Ligapiloten also mal über 500km geflogen. ********************* The day started with a lot of wind and also quite a few clouds. Accordingly, we were cautious on the starting field early in the morning. But Yael made it, started at 6:40 and pulled away. Impressed, the others followed right behind. There was more wind than ever before and in 2/3 throttle I even had over 100km/h for a short time. Up to Patu the thermals were good and everyone made it. Unfortunately Yael had to land alone and had to fight with a lot of wind on the ground. For the others it went on towards Quixada. While Domi and I flew together, Rico was with Simon Zwiebel, while Dino and Sebastian flew on their own routes. Despite decreasing wind, we were all flying pretty briskly. Dominic and I then had a big construction site after Quixada and Sebi passed us to the south. Near Livramento (just before the plateau) then the highlight: a mega Dust Devil. Domi and I went in about 400m above ground and were not disappointed: very turbulent and up to 8m/s climb. Unfortunately, it was so unstable in the region between 4 and 5 p.m. that it then shaded over a large area and there was even light rain. That's why Sebastian, Dominic and me didn't have any thermals on the plateau and we had to land 1 hour too early after 490km. Rico and Dino had much more luck, were a little bit later and were able to exhaust the flight until the last minute, flying 512km and 506km. What a flight day! Now all league pilots have flown over 500km.
XC Brazil 2021

Day 6

Michael Sigel, 17. October 2021
Nach dem enttäuschenden Tag gestern sah die Prognose für heute auch wieder gut aus (potenziell 530km). Schon an der Winde merkte man, dass es viel windiger war, schliesslich standen am Schluss die Schleppautos still und man ist trotzdem weiter gestiegen. Yael und Rico sind bereits um 6:40 gestartet, Domi und ich hinterher, Sebastian und Dino kamen etwas später. Am Anfang war es pures Glück, dass wir nicht abgesoffen sind. Doch der Wind gar gut und ab 9 Uhr hatte es auch verlässliche Thermik, ab 11 Uhr sogar wirklich stark mit bis zu 5m/s integriert. Während Yael, Dominic und ich in der Gruppe flogen, war Sebastian und Rico allein unterwegs, Dino musste leider bei Patu landen. Auf verschiedenen Kursen flogen wir so nach Westen, und erreichten alle am Abend das Plateau bei 460km. Yael, Dominic und mir reichte es für 530km, Sebi genau für 500km und Rico auf 498km. Insbesondere die Leistung von Yael ist unglaublich – sie ist bis jetzt die einzige Frau, die jemals über 500km geflogen ist – und das jetzt sogar zwei mal! ********************* After the disappointing day yesterday, the forecast for today also looked good again (potentially 530km). Already at the winch you noticed that it was much windier, finally at the end the tow cars were at a standstill and you still continued to climb. Yael and Rico started already at 6:40, Domi and I behind, Sebastian and Dino came a bit later. At the beginning it was pure luck that we didn't drown. But the wind was good and from 9 o'clock on it had reliable thermals, from 11 o'clock even really strong with up to 5m/s integrated. While Yael, Dominic and I flew in the group, Sebastian and Rico were on their own, Dino unfortunately had to land at Patu. On different courses we flew so to the west, and reached all in the evening the plateau at 460km. Yael, Dominic and me made 530km, Sebi exactly 500km and Rico 498km. Especially the performance of Yael is unbelievable - she is so far the only woman who has ever flown over 500km - and now even twice! Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 3

Michael Sigel, 13. October 2021
Die Prognose war gar nicht mal so schlecht für den Dienstag (potenzielle Distanz von 451km), deshalb haben wir wieder einen Angriff gewagt. Leider ging es nicht besonders früh los, doch um 7 Uhr war dann dafür die Thermik einigermassen zuverlässig. Mit deutlichem Ostwind (ideal wäre SW) ging es los auf für mich unbekanntem und spannendem Kurs. Am Anfang hatte es noch sehr viele Wolken, dann wurde es ab km 100 deutlich trockener. Leider musste Dino schon bald landen und Rico kam beim ersten Versuch nicht weg und musste einen Restart machen etwas später. Für Yael, Dominic und mich lief es aber einigermassen gut und wir konnten schön vor der abtrocknenden Luftmasse nach Westen fliegen. Das ging relativ gut, bis dann auch bei uns die Thermik merklich bockiger wurde und der Rückenwind aussetzte nach 250km. Nach einer langen Gleitpassage hat Yael die rettende Thermik leider nicht mehr erwischt und musste landen. Für Dominic und mich ging es weiter, zum Teil mit 60km/h im Vollgas… Aber egal, unser Ziel war es, bis in den Sonnenuntergang zu fliegen. Am Schluss des Fluges ging es über ziemlich verlassene Gegenden und eine Aussenlandung wäre vermutlich mit ziemlich langen Fussmärschen verbunden gewesen. Zum Glück waren wir hoch genug und konnten am Schluss nach Sonnenuntergang und 450km an der Hautstrasse landen. Rico hat es auf einer etwas nördlichen Route auch noch auf 328km geschafft. Heute waren Dominic und ich auf der Heimreise. Währenddessen haben die anderen Schweizer einen weiteren Versuch gestartet. Doch leider war das Wetter am 9 Uhr mega stabil und alle sind landen gegangen (freiwillig und unfreiwillig). ********************* The forecast was not so bad for Tuesday (potential distance of 451km), so we dared to attack again. Unfortunately, it did not start very early, but at 7 o'clock the thermals were somewhat reliable. With a clear east wind (ideally SW) we started on an unknown and exciting course. At the beginning there were still a lot of clouds, then it became much drier from km 100. Unfortunately Dino had to land soon and Rico didn't get away at the first try and had to make a restart a bit later. But for Yael, Dominic and me it went reasonably well and we could fly nicely in front of the drying air mass to the west. This went relatively well until the thermals became noticeably more stubborn and the tailwind stopped after 250km. After a long gliding passage Yael unfortunately didn't catch the saving thermal and had to land. For Dominic and me it went on, partly with 60km/h in full throttle... But no matter, our goal was to fly into the sunset. At the end of the flight we went over quite deserted areas and an outlanding would probably have involved quite a long walk. Fortunately we were high enough and could land at the end after sunset and 450km at the main road. Rico also made it to 328km on a slightly more northerly route. Today Dominic and I were on our way home. Meanwhile the other Swiss started another attempt. But unfortunately the weather was mega stable at 9am and all went to land (voluntarily and involuntarily). Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 2

Michael Sigel, 12. October 2021
Gemütlicher Flugtag heute im Sertao auf einer für mich neuen Route Richtung Westen und Südwesten. Sowohl die Prognosen als auch ein Blick in den Himmel bestätigten heute, dass der schwache Wind deutlich aus östlicher Richtung wehte als gewöhnlich. Deswegen schatteten die Wolken, die sich immer als erstes im Lee des Hügelzuges östlich von Caico bilden, unser Startgebiet ab. Ein Pilot, sowie auch unsere Weltrekordlerin Yael, nach dem anderen fanden nach dem Windenschlepp keine Aufwinde und so landete man nach 5 Minuten in der Luft wieder auf der Schlepppiste ein um ohne grossen Zeitverlust einen zweiten oder dritten Versuch zu wagen. Irgenwann kamen dann Tilen und Sebi weg und nach meinem Tow zeigten mir diese beiden sowie zahlreiche Urubus den Weg Richtung Himmel. Die ersten drei vier Thermiken waren gemächlich, dann erwischte ich eine nicht und kam mit Glück vor einem der zahlreichen kleinen Wasserspeicher wieder an die Basis. Bereits beim Frühstück haben wir eine mögliche Route Richtung Westen diskutiert, allerdings flog ich von nun an einfach mit dem spärlichen Ostwind den besten Thermiken nach. Irgendwann sah ich dann Tilen Ceglar vom Slovenischen Team hinter mir und höher unter derselben Wolke zentrieren. Zwei weitere Thermiken weiter vereinten wir uns dann und flogen mit schwachem Ostwind und später sogar mit Bise, also Nordostwind, von Aufwind zu Aufwind, wobei ich definitiv besser war, im Finden der starken Sinkzonen zwischen den Thermiken. Als dann die Windunterstützung noch bescheidener wurde, beschlossen wir, in Sao Joao do Rio do Peixe auf dem grünen Rasen des Fussballfeldes zu landen, um mit flywithand-Fahrer Pedro gemütlich nach Caico zurückzufahren. Sebi hat es bis am Abend durchgezogen und hat es bis über 400km geschafft. Insgesamt wars heute ein spannender Flugtag mit gemütlicher Thermik und schwachem Ostwind. Danke www.flywithandy.com, www.swissleague.ch und www.shv-fsvl.ch für die tolle Unterstützung. Dino ********************* Leisurely flying day today in the Sertao on a new route for me towards the west and southwest. Both the forecasts and a look at the sky confirmed today that the weak wind was blowing significantly from the east than usual. Because of this, the clouds that always form first in the lee of the ridge east of Caico shaded our launch area. One pilot after the other, as well as our world record holder Yael, did not find any updrafts after the winch tow and so after 5 minutes in the air we landed again on the tow runway to try a second or third attempt without losing much time. At some point Tilen and Sebi came away and after my tow these two as well as numerous Urubus showed me the way towards the sky. The first three four thermals were leisurely, then I didn't catch one and got back to base with luck before one of the numerous small water reservoirs. Already at breakfast we discussed a possible route to the west, but from now on I just flew with the sparse east wind after the best thermals. At some point I saw Tilen Ceglar from the Slovenian team centering behind me and higher under the same cloud. Two more thermals further on we then merged and flew with weak easterly wind and later even with bise, i.e. northeasterly wind, from updraft to updraft, where I was definitely better at finding the strong sink zones between the thermals. Then, when the wind support became even more modest, we decided to land in Sao Joao do Rio do Peixe on the green lawn of the soccer field to return comfortably to Caico with flywithand-driver Pedro. Sebi made it through the evening and made it to over 400km. All in all it was an exciting flying day today with comfortable thermals and weak easterly winds. Thanks www.flywithandy.com, www.swissleague.ch and www.shv-fsvl.ch for the great support. Dino Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
XC Brazil 2021

Day 1

Michael Sigel, 11. October 2021
Sorry für die späte Berichterstattung. Aber wenn wir etwas weiter fliegen, dann schaffen wir es entweder gar nicht mehr nach Hause oder erst so spät, dass wir keine Reporte mehr schreiben können. Am Sonntag war die Windprognose mässig gut mit einer potenziellen Distanz von 450km. Los ging es dann relativ spät um 7 Uhr und Wind hatte es auch kaum. Das hatte zur Folge, dass auch die Schlepphöhe nicht besonders hoch war. Gestartet sind zuerst Rico und Yael, dann folgen Dominic und Michael, Dino und Sebi kamen 5 Minuten später. Es hatte einige Wolken und so war der Anfang für Yael, Michael und Dominic relativ einfach. Leider mussten die anderen drei Piloten bald mal landen. Das wird wohl immer so sein: insbesondere am frühen Morgen ist die Thermik sehr schwach und es braucht auch immer etwas Glück, die ersten beiden Stunden in der Luft zu bleiben. Klar, man könnte auch später starten wenn die Thermik zuverlässig ist – aber dann hat man halt schon 50 bis 100km verschenkt. Leider hatte Yael gestern auch noch etwas Pech und musste kurz nach Patu landen. Dominic und ich sahen den Tag als Training und Teambuilding an und haben dann spätestens ab 9 Uhr richtig Gas gegeben. Zwischen den Thermiken sind wir eigentlich nur Vollgas geflogen. Interessant war, dass es bis km 250 vermutlich zu 7/8 bedeckt war – trotzdem ist es manchmal mit bis zu 5m/s integriert gestiegen. Als wir dann endlich in der Sonne waren, standen wir leider bei Quixeramobim am Boden nach 280km. ********************* Sorry for the late reporting. But when we fly a little further, we either don't make it home or make it so late that we can't write reports. On Sunday the wind forecast was moderately good with a potential distance of 450km. We started relatively late at 7am and there was hardly any wind. As a result, the tow height was not very high. Rico and Yael started first, followed by Dominic and Michael, Dino and Sebi came 5 minutes later. There were some clouds and so the start was relatively easy for Yael, Michael and Dominic. Unfortunately the other three pilots had to land soon. This will probably always be the case: especially in the early morning the thermals are very weak and it always takes some luck to stay in the air for the first two hours. Sure, you could start later if the thermals are reliable - but then you have already given away 50 to 100km. Unfortunately, Yael also had some bad luck yesterday and had to land shortly after Patu. Dominic and I saw the day as a training and teambuilding and started to fly at 9am at the latest. Between the thermals we flew actually only full throttle. It was interesting that up to km 250 it was probably 7/8 overcast - nevertheless it rose sometimes with up to 5m/s integrated. When we were finally in the sun, we were unfortunately on the ground at Quixeramobim after 280km. Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
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