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Regio Saisonabschluss

Regio BEO Finale

Benjamin Fankhauser, 7. September 2026
Am letzten Sonntag hat sich das Regio Beo mit 14 Piloten zum Finale getroffen. Langsam werden die Tage wieder kürzer und das Regio Beo verabschiedet sich in den Winterschlaf. Im Februar geht es dann wieder los! Ein guter Gradient, falsche Windprognosen (je nach Modell) und eine Warmluftadvektion waren die Herausforderungen in der Luft. Eine SkyTrackPro Test sorgte für zusätzliche Schwierigkeiten auf dem Cockpit, hat aber wertvolle Erkenntnisse geliefert. Der Task führt von der SSS in der Nähe vom Startplatz First in Grindelwald, zu der ersten Boje, an Mürren vorbei, bis ins hinterste Ende vom Lauterbrunnental. Eine Eindrückliche Kulisse unter dem Silberhorn und taktisch schwierig zu fliegen. Danach führt der Task zurück nach Grindelwald und fast bis zur Schreckhornhütte. Eine relative einfache Sache bei hoher Basis, jedoch relativ herausfordernd bei Regio-Wetter. Nach dieser Boje geht es in direkter Linie zurück nach Interlaken, wo ein Ort für ein sinnvolles Elevated-Goal existiert, weshalb wir uns dazu entschieden haben. Aber auch hier hat sich gezeigt, dass das Elevated-Goal selbst keine Sicherheitsgarantie bietet sondern sich lediglich in einem grösserem Task-Gefüge eingliedert. Bereits beim Start haben wir bemerkt, dass die Basis wohl eher bei 2500m statt den erwarteten 3000m liegt. Ebenfalls waren die Bedingungen sehr zyklisch und man musste bereits vor dem Start auch mal taktisch warten, um danach die gute Thermik zu erwischen. Wild herumfliegen lohnt sich in diesen Bedingungen nicht. Um ganz sicher zu gehen, dass es sich wirklich nicht lohnt, bin ich extra wild herumgeflogen und durfte mit fünf Minuten Verspätung die Aufholjagd beginnen. Aber genau diese zyklischen Bedingungen wurden der Spitzengruppe bereits beim Schattwald zum Verhängnis. Nur Rene konnte direkt den Thermik-Anschluss finden und ich konnte zur Spitzengruppe aufschliessen. Interessant war auch, dass kein Westwind zu spüren war. Am Schwarzmönch vorbei, wurde es dann das erste Mal schwierig. Fehlende Thermik und lange Zykluspausen mussten antizipiert werden. Eine Lösung gelang Rene, der innerhalb der Wende gezeigt hat, dass die Luft am Ende des Tals doch irgendwo steigen muss. Aber auch Matic, der sich unglaublich tief über Stechelberg wieder hocharbeiten konnte. Wer sich aber nicht geduldig parkieren konnte, stand bald unten am Landeplatz (Siehe Screenshot 1). Die Route zurück nach Grindelwald ist eigentlich offensichtlich, aber die schwache Thermik hat bereits einige ans Limit gebracht, deshalb war dann der Landeplatz in Interlaken plötzlich verlockender, als der Abstecher zur Schreckhornhütte. Andi, Rene und Sedin haben sich trotzdem in Richtung Schreckhorn auf den Weg gemacht. Mit viel Geduld, haben alle drei den Wendepunkt erreicht und danach auch noch den anspruchsvollen Weg ins Goal gefunden. Gratulation! Rangliste: 1. Rene Mühlemann 2. Andi Birenstihl 3. Sedin Jutzi Thermik ist leider fast immer zyklisch und wer sich an die Bedingungen des Tages anpassen kann, ist im Vorteil. In schwacher oder schwieriger Thermik ist es zentral, den Anschluss zum Pulk nicht zu verlieren, möglichst wenig Risiken einzugehen und sich ohne Druck für die weise statt schnelle Option zu entscheiden. Rene, Andi und Sedin haben alle mindestens einmal die weise Option gewählt. Bezüglich dem Test von SkyTrackPro, haben wir festgestellt, dass auch eine tolle Software nicht ganz ohne Vorbereitung auskommt. Ich möchte mich entschuldigen, dass wir sicherheitsrelevante Fehler gemacht haben. Konkret waren einige Piloten nach unserem Briefing ohne Livetracking, Luftrauminformationen oder Kabelwarnungen in der Luft. Passiert ist zum Glück nichts, wir werden aber intern die Situation besprechen. Die Software selbst hat tadellos funktioniert. Dass kleine Optimierungen gemacht werden können, ist normal. Dinge wie Layout, oder automatische Zoomstufe überlassen wir den individuellen Einstellungen der Piloten. Und wie immer: Jerome freut sich über jedes Feedback von den Testpiloten. Die gesamte Wettkampforganisation auf einer Plattform, bietet viele Vorteile, auch für die Piloten selbst: automatisierte Task Updates, App mit integrierten Level Meldungen, Livetracking und Livescoring. Aber auch Anmeldung, Resultate oder Retrieve Organisation über eine Plattform ist definitiv ein angenehmer Luxus, an den man sich gewöhnen möchte. Zusätzliche Erweiterungen wie eine Meteobriefing, oder Analyse Werkzeuge hat Jerome auch bereits implementiert.
SRS Piedrahita

3. und letzter Task bei der SRS BGD Piedrahita

Sven Albert, 31. August 2026
Am Samstag, dem 29. August 2026, ging die SRS BGD Edition im spanischen Piedrahíta zu Ende. Am letzten offiziellen Wettkampftag mobilisierte das Schweizer Team noch einmal alle Kräfte, um sich in dem hochkarätigen internationalen Feld zu behaupten. Die Aufgabe unter strahlend blauem Himmel. Die Wettbewerbsleitung setzte für den Finaltag einen technisch anspruchsvollen Task über 108,8 Km an. Im Gegensatz zu den Vortagen präsentierte sich das Wetter als absolut blauer Tag ohne eine einzige Wolke. Diese wolkenlose Thermik verlangte den Pilotinnen und Piloten taktische Höchstleistungen ab. Der Flug, der maximale Konzentration forderte. Packender Rennverlauf im Leading Gaggle. Der Task startete direkt mit intensiven Positionskämpfen. Schon früh kristallisierte sich eine stark besetzte Führungsgruppe heraus, die das Tempo diktierte. Aus Schweizer Sicht verlief das Rennen äusserst vielversprechend: Raphael und Sven zeigten eine hervorragende Leistung und schafften es von Beginn an, die Pace an der Spitze voll mitzugehen. Sie bissen sich im Leading Gaggle fest und konnten dem Lead über weite Strecken des Tasks erfolgreich folgen. Erst im anspruchsvollen Endanflug im Tal forderte das gnadenlose Blauthermik-Rennen seinen Tribut, als sich das Feld auf den letzten Kilometern aufteilte. Der Wind über Avila kam wie angekündigt aus NO und der Tag war schon zeitlich fortgeschritten so das die Thermik nicht mehr so hochreichend war. Das gesamte Schweizer Team bewies über den gesamten Flug hinweg grossen Teamgeist. Leider gelang es Marco nicht ins Ziel (1,4Km) Soner auf dem weg zum TP Avila und Jan vor dem Pass bei Piedahita. Tages Team Wertung 2. Alpine Wings (Sven, Raphi, Marco und Jan) Resultat Task 3 8. Sven Albert 12. Raphael Oerer 50. Marco Vergari 92. Soner Yorgun 106. Jan Rindlesbacher Aktuell ist das Ergebnis noch nicht bestätig da es einen nicht näher genannten Strafe gibt. Wochenresümee: Herausforderndes Wetter und starker Schweizer Teamgeist in Piedrahíta Die diesjährige SRS BGD Edition im spanischen Piedrahíta verlangte allen Beteiligten viel Geduld ab. Von den sechs geplanten Wettbewerbstagen konnte wetterbedingt – vor allem aufgrund von zu starkem Wind – nur an drei Tagen geflogen werden. Trotz der schwierigen meteorologischen Bedingungen blickt die Schweizer Piloten auf eine erfolgreiche und lehrreiche Woche zurück. Top-Leistung der Organisation vor Ort Ein ganz grosses Lob gebührt der lokalen Organisation. Die Crew vor Ort machte einen absoluten Top-Job. Trotz der täglichen Ungewissheit und den wetterbedingten Absagen blieb die Rennleitung hochprofessionell, flexibel und traf stets die richtigen Sicherheitsentscheidungen. Die Organisation schaffte es an den fliegbaren Tagen, das Maximum aus den anspruchsvollen Bedingungen herauszuholen und für faire, spannende Tasks zu sorgen. Perfektes Schweizer Teamwork Aus Sicht des Schweizer Teams war die Woche ein voller Erfolg für den Zusammenhalt. Die Piloten arbeiteten hervorragend zusammen. Sowohl am Boden bei den täglichen Briefings als auch in der Luft wurde Taktik grossgeschrieben. Man unterstützte sich gegenseitig, tauschte wertvolle Infos über die Thermikentwicklung aus und bewies echten Teamgeist. Diese starke Teamarbeit war der Schlüssel dazu, dass die Schweizer Piloten an den wenigen Flugtagen – bis hin zum wolkenlosen Finale am Samstag – ganz vorne im internationalen Feld mitmischen konnten. English Version Swiss Fighting Spirit on a Cloudless Final Day at the SRS BGD Edition in Piedrahíta On Saturday, August 29, 2026, the SRS BGD Edition in Piedrahíta, Spain, came to an end. On the final official competition day, the Swiss team mobilized all their strength once again to hold their ground in a high-caliber international field. The Task Under a Radiant Blue Sky For the final day, the meet director set a technically demanding task of 108.8 km. In contrast to the previous days, the weather presented itself as an absolutely blue day without a single cloud. This cloudless thermalling required tactical peak performance from the pilots—a flight that demanded maximum concentration. Thrilling Race in the Leading Gaggle The task started right away with intense position battles. Early on, a strong lead group emerged and dictated the pace. From a Swiss perspective, the race was highly promising: Raphael and Sven delivered an outstanding performance, managing to keep up with the pace at the front right from the start. They dug into the leading gaggle and successfully followed the lead over long stretches of the task. It was only during the demanding final glide in the valley that the merciless blue thermals took their toll, as the field split up on the last kilometers. The wind over Ávila came from the NE as forecast, and the day was already well advanced, meaning the thermals were no longer reaching very high.The entire Swiss team showed great team spirit throughout the whole flight. Unfortunately, Marco just missed making it to goal (by 1.4 km), Soner landed on his way to the Ávila turnpoint, and Jan went down before the pass at Piedrahíta. Daily Team Ranking 2nd Alpine Wings (Sven, Raphi, Marco, and Jan) Task 3 Results 8. Sven Albert 12. Raphael Oerer 50. Marco Vergari 92. Soner Yorgun 106. Jan Rindlesbacher Note: Currently, the result is not yet confirmed due to an unspecified penalty. Weekly Summary: Challenging Weather and Strong Swiss Team Spirit in Piedrahíta This year's SRS BGD Edition in Piedrahíta, Spain, demanded a lot of patience from everyone involved. Due to weather conditions—mainly due to excessively strong winds—flying was only possible on three out of the six scheduled competition days. Despite the difficult meteorological conditions, the Swiss pilots look back on a successful and instructive week. Top Performance by the Local Organization Huge praise goes to the local organization. The crew on-site did an absolute top job. Despite the daily uncertainty and weather-related cancellations, the task committee remained highly professional, flexible, and always made the right safety decisions. On the flyable days, the organization managed to extract the maximum from the challenging conditions and ensure fair, exciting tasks. Perfect Swiss Teamwork From the Swiss team's perspective, the week was a complete success for camaraderie. The pilots worked together excellently. Strategy was a top priority, both on the ground during daily briefings and in the air. Everyone supported each other, exchanged valuable information about thermal development, and showed true team spirit. This strong teamwork was the key to the Swiss pilots mixing it up at the very front of the international field on the few flying days—right up to the cloudless finale on Saturday.
SRS Piedrahita

SRS Piedrahita - Task 2

Raphael Oerer, 30. August 2026
Text by Soner Yorgun SRS BGD Edition Task 2 The day finally offered good conditions with strong thermals, and a 77km task was set, broken into two sections: an east-west zig-zag over Piedrahita, followed by a long downwind race toward Ávila, the two separated by a mountain pass. In both sections, pilots could either stick to the Peña Negra ridge or take the flats, the more direct line. Both worked, though the ridge thermals were notably strong on the Piedrahita side, so I stayed on the ridge for this first part. I had a good start, but early on I ripped the pod of my GR5 harness — the airflow around the fairing was disturbed, leaving me with a fairing flapping violently behind me and an oddly shaped pod in front. I had to grab the fairing and tuck it under my chest zipper, flying the remaining 80% of the race like that. The mountain pass after the zig-zag was expected to be tricky, but strong regional thermals let us climb to around 2600m, making for an easy transition above it. Cumulus over the mountains then drew many pilots, myself included, onto that line toward goal, while the chasing gaggle took the direct line over the flats — which worked too, closing the gap with the leading group. In the end, a whole flock of pilots came in on final glide together, and I got passed by several from behind, which I blame on the ripped harness. Still, it was a fun, classic Piedrahita task with panoramic views over the vast Spanish flatlands. Ranking: 29. Soner Yorgun 38. Raphael Oerer 43. Artem Malyshev 59. Marco Vergari 74. Jan Rindlisbacher 91. Michael Heberlein 92. Sven Albert
2nd FAI Junior World Paragliding Championships

Task 7: Unexpected strong winds and stop task

Toni Crottet, 30. August 2026
Zuerst zum Spoilern: Noé Court ist Junioren Vizeweltmeister in der Einzelwertung und das Schweizer Junioren Team ist Weltmeister!! Aber mal von Anfang an. Der Tag begann sehr verheissungsvoll. Martin Jovanovski hatte einen sehr guten Wetterbericht in der Tasche. Etwas NE-Wind, zunehmend während dem Tag. Ein starker Ost-Wind Push von der nördlichen Wende wurde dem ganzen Feld zum Problem. Es wurden starke Böen am Boden gemeldet und einige Piloten sind dann auch rückwärts gelanden. Der Renndirektor musste den Task stoppen. Punktemässig war zu diesem Zeitpunkt noch alles offen. Schlussendlich änderte sich nichts an der Rangliste und das Schweizer Team blieb an der Spitze. Herzliche Gratulation!! #zäme-gschicht-gschribe Pour commencer par le scoop : Noé Court est vice-champion du monde junior en individuel et l'équipe suisse junior est championne du monde !! Mais reprenons depuis le début. La journée s'annonçait très prometteuse. Martin Jovanovski avait en poche une très bonne prévision météo. Un peu de vent de NE, en augmentation au cours de la journée. Un fort push de vent d'Est en provenance de la balise du nord a posé problème à tout le peloton. De fortes rafales ont été signalées au sol, et plusieurs pilotes ont même atterri en marche arrière. Le directeur de course a dû arrêter la manche. À ce moment-là, tout restait encore ouvert au niveau des points. Finalement, le classement n'a pas changé et l'équipe suisse est restée en tête. Toutes nos félicitations !! #zäme-gschicht-gschribe