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22nd FAI European Hang Gliding Class 1 & 11th FAI World Hang Gliding Class 5 Championships

Die EM / WM der Klasse 1 und 5 ist Geschichte

Daniel Graf, 13. June 2026
Am 12. Juni wurde die letzte von 7 Tasks geflogen.. (In den Resultaten sind 8 Tasks, der 7 Task wurde allerdings gestoppt, respektive Klasse 1 gecancelt) Der 120 Kilometer Task war anspruchsvoll und führte für das Schweizer Team zu einem versöhnlichen Abschluss. Julio Munoz kam als vierter ins Goal und erreichte in der Taskwertung den 6 Rang, bravo Julio! Peter Neuenschwander kam als 12 ins Goal. Mit Rang 34 und 35 waren Jean-Daniel und Damien nicht zu frieden, waren sie doch lange vorne mit dabei und eine falsche Linienwahl und Pech beim erwischen eines Thermikzyklus begruben die Hoffnung auf eine Top-Platzierung. Schlussendlich erreichten die Schweizer die Ränge 14. Peter Neuenschwander, 17. Jean-Daniel Kugler und 21. Damien Zahn in der Klasse 1 und Julio Munoz Rang 18 in der Klasse 5. Die Nationenwertung wurde auf dem 7. Rang beendet. Die Schweiz wurde in diesem Wettbewerb unter ihrem Wert geschlagen. Peter vergab seine Chance auf einen Top Platz im 2. und 3. Task, einmal durch zu offensives fliegen, das andere Mal durch einen technischen Fehler. Jean-Daniel und Damien kamen zu spät auf Touren und vergaben so wertvolle Punkte. Julio konnte bis zum letzten Task sein Tempo nicht finden und flog vielfach zu sicherheitsbewusst, was aber dazu führte, dass der Tag zu kurz oder der Task zu lang für ihn war. Die Sieger: Klasse 1 Overall 1. Alex Ploner ITA 2. Christian Ciech ITA 3. Primoz Grizar GER Klasse 1 Nationen 1. Italien 2. Deutschland 3. Österreich Klasse 5 Overall 1. Markus Baisch GER 2. Andreas Sand AUT 3. Karl-Heinz Baisch GER Klasse 5 Nationen 1. Deutschland 2. Österreich 3. Japan Resümee des Events Logistik, Tasksetting und Helfer waren sensationell, speziell hervorzuheben sind sicher Luigi Seravalli, als Meetdirector und Damiano Zanocco, der mit seinen Wettervorhersagen brillierte! Herzlichen Dank für den sehr gut organisierten Event an die Organisation und den Club Volo Libero Friuli.
SRS Tolmin, Slowenien, Naviter Edition 2026

SRS Naviter Edition Tolmin 2026 - Task 4: Comeback nach der Regenpause und grosser Kampfgeist

Simon Steiner, 12. June 2026
Nach zwei Tagen Zwangspause wegen Regen und Starkwind meldete sich die SRS in Tolmin mit einem 70 Kilometer langen Zickzack-Kurs zurück. Trotz deutlicher Westwind-Komponente und körperlichen Beschwerden kämpfte sich Gaëtan Gerber auf einen starken 26. Platz.


Français plus bas / English below

Bericht / Rapport / Race report: Gaëtan Gerber



----- Deutsch -----

Drift im Start-Gaggle
Endlich wieder gute Thermik! Nach zwei Tagen wetterbedingter Pause (Regen und starker Wind) konnte heute wieder geflogen werden. Das dominierende Thema war von Beginn an die deutlich stärkere Westwind-Komponente. Sich im Start-Gaggle optimal zu positionieren, war äusserst interessant und anspruchsvoll, da wir beim Kurbeln ständig nach Osten abdrifteten. Der Tag begann thermisch sehr sanft: Die Ostflanken lagen zwar in der Sonne, aber durch den stetigen Westwind gestaltete sich die "Extraction" (die erste Höhengewinnung nach dem Start) ziemlich schwierig, bis die Westflanken endlich richtig zündeten. Um exakt 13:15 Uhr öffnete sich das Fenster, und alle 120 Piloten glitten gemeinsam in Richtung des ersten Turnpoints (TP1).



Kampf gegen sich selbst
Für Gaëtan Gerber war dieser Task ein echter Kampf gegen sich selbst. Er war physisch überhaupt nicht in Form und kämpfte mit starker Übelkeit – vermutlich war ihm beim Piloten-Nachtessen etwas auf den Magen geschlagen. Er überlegte ernsthaft, noch vor dem Airstart einfach landen zu gehen. Doch sobald das Rennen freigegeben war, schaffte er es, die Beschwerden auszublenden und sich voll und ganz auf den Flug zu konzentrieren.



Aufholjagd durchs Tal
Die Bedingungen waren richtig gut, mit wunderschönen Schläuchen, die Steigwerte bis zu 4,5 m/s lieferten! Lediglich einige hohe Schleierwolken bremsten das Feld phasenweise etwas ein. Die 70 Kilometer lange Aufgabe war als grosses Zickzack durch das Tal angelegt. Taktisch war das Rennen extrem spannend, da ein Grossteil der Piloten in verschiedenen Gruppen den ganzen Task über recht eng zusammenblieb.


Obwohl Gaëtan nach der ersten Transition den Anschluss an das schnelle Lead Gaggle verlor, gab er nicht auf. Aus dem Mittelfeld heraus arbeitete er sich auf dem Weg zur vorletzten Balise kontinuierlich Platz um Platz nach vorne. Er beendete das Rennen auf einem sehr guten 26. Rang und genoss den Endanflug ins "Elevated Goal", ein Format, das er besonders schätzt.



----- Français -----

SRS Naviter Edition Tolmin 2026 - Manche 4 : Retour après la pluie et force de caractère



Après deux jours d'arrêt forcé dus à la pluie et au vent fort, les SRS de Tolmin ont repris avec un parcours en zigzag de 70 kilomètres. Malgré un vent d'ouest soutenu et des problèmes physiques, Gaëtan Gerber s'est battu pour décrocher une belle 26ème place.



Dérive avant le start
Finalement des bons thermiques ! Après deux jours de pause météo, nous avons pu revoler aujourd'hui. Le vent d'ouest assez soutenu a été le thème principal dès le début. L'attente dans le groupe de départ (gaggle) était très intéressante, car nous dérivions constamment vers l'est en enroulant. La journée a commencé très doucement : avec le soleil sur les faces est mais ce vent d'ouest, l'extraction avant le start a été assez difficile le temps que les faces ouest s'allument. À 13h15, la fenêtre s'est ouverte et les 120 pilotes ont plané tous ensemble vers la première balise (TP1).



Une bataille contre soi-même
Aujourd'hui a été pour moi (Gaëtan) une véritable bataille contre moi-même car je n'étais pas en forme physiquement avec de fortes nausées... quelque chose dans le souper des pilotes n'est pas passé ! Après avoir hésité entre voler et aller poser avant le start, une fois la course débutée, j'ai réussi à oublier tout ça et à me concentrer uniquement sur la course.



Remontée dans la vallée
Les conditions étaient bonnes avec de jolis thermiques allant jusqu'à 4.5 m/s ! Quelques voiles de nuages de haute altitude ont quand même ralenti un peu la course par moments. La manche était un grand zigzag de 70 km dans la vallée. La course a été très intéressante car une grande partie des pilotes a réussi à rester assez proche l'un de l'autre dans différents groupes tout au long du parcours.


Assez vite distancé par le groupe de tête qui s'est extrait très vite après la première transition, j'ai continué ma course en milieu de peloton. J'ai finalement réussi à gagner des places sur le chemin de l'avant-dernière balise et à finir la course sur une jolie 26ème place, avec un "Elevate Goal" que j'apprécie particulièrement.



----- English -----

SRS Naviter Edition Tolmin 2026 - Task 4: Comeback After the Rain and True Fighting Spirit



After a two-day weather-induced break (rain and strong wind), the SRS in Tolmin returned with a 70-kilometer zig-zag task. Despite a strong west wind component and physical struggles, Gaëtan Gerber fought his way to a solid 26th place.



Drifting in the Start Gaggle
Finally, good thermals again! We were able to fly today after two days on the ground. The main theme from the start was the stronger west wind component. Getting ready in the start gaggle was interesting, because we were always drifting eastwards while climbing. The day started very slowly: with the sun on the east faces but a steady west wind, the extraction before the start was quite difficult until the west faces finally lit up. At 1:15 PM the window opened, and all 120 of us started gliding towards TP1.



A Battle Against Himself
For Gaëtan Gerber, today was a real battle against himself. He was struggling physically with severe nausea—something in the pilot dinner clearly hadn't agreed with him. He seriously considered landing before the airstart. However, once the race began, he managed to block it all out and fully concentrate on the task.



Catching Up Through the Valley
And it was worth it: the conditions were good, with nice thermals reaching up to 4.5 m/s! A few high-altitude cloud veils did slow the race down at times, though. The 70km task was a giant zig-zag through the valley. It was a very interesting race because a large portion of the pilots managed to stay quite close to each other in different gaggles throughout the entire flight.


Although he was left behind by the lead gaggle, which extracted very quickly after the first transition, Gaëtan kept pushing from the middle of the pack. He managed to gain places on the way to the second-to-last turnpoint and finished the race in a nice 26th place, enjoying the elevated goal format that he particularly likes.



Resultate Task 4 / Résultats Manche 4 / Task 4 Results (Swiss Team)


26. Gaetan GERBER (Photon / Submarine) - 920.9 Pkt.

36. Simon STEINER (GTO 3 / Genie Race 5) - 897.3 Pkt.

42. Soner YORGUN (Photon / Genie Race 5) - 871.9 Pkt.

115. Jan LUEBBIG (Artik R 2 / Arrow) - 49.5 Pkt.