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International races 2026

XAlps Challenger - ein neues Format im Zwischenjahr

Bernhard Senn, 2. June 2026
Der erstmals ausgetragene Red Bull X-Alps Challenger fand Ende Mai 2026 im österreichischen Mayrhofen statt. Der dreitägige Wettkampf soll sich als neues Talentsichtungsprogramm für das berühmte Hike-&-Fly-Rennen XAlps erweisen. Die Athletinnen und Athleten mussten sich in den Disziplinen Berglauf, Hike&Fly und einem anspruchsvollen Task in einem K.O.-System unter Beweis stellen. Der erste Austragung endete mit einem grossen Erfolg für die Schweiz. Die beiden begehrten Wildcards für das Hauptrennen 2027 gingen an die Schweizer Athletin Romy Sweda und den Schweizer Athleten Aaron Mathis. Damit sicherten sich beide direkt einen Startplatz für die nächste Ausgabe des legendären Red Bull X-Alps. Der dreitägige Challenger wurde als Qualifikationswettkampf für aufstrebende Hike-&-Fly-Pilotinnen und -Piloten ins Leben gerufen. Über den Modus des erstmals ausgetragenen Wettkampfs lässt sich diskutieren, waren doch zu Beginn primär die physischen Anforderungen gefragt. Also war ein starker Pilot bereits im Nachteil. Aus Schweizer Sicht ist das Resultat bemerkenswert: Nicht nur gewann die Schweiz eine Kategorie – sie holte beide verfügbaren Wildcards. Besonders erfreulich ist dies für die Schweizer Hike-&-Fly-Szene, die mit Athleten wie Chrigel Maurer seit Jahren zur Weltspitze gehört. Der Doppelsieg von Sweda und Mathis zeigt, dass auch die nächste Generation international ganz vorne mitmischt. Fazit: Der erste X-Alps Challenger wurde aus Schweizer Sicht zu einem Vollerfolg – beide direkten Tickets für das Red Bull X-Alps 2027 gehen in die Schweiz. Wie schon erwähnt. Über den Modus lässt sich diskutieren!
22nd FAI European Hang Gliding Class 1 & 11th FAI World Hang Gliding Class 5 Championships

Der erste Task ist gesetzt

Daniel Graf, 2. June 2026
Der erste Task ist beendet und wie! Nach einigen Startverzögerungen wegen wechselndem Wind, kamen schliesslich alle Pilotinnen und Piloten der Klassen 5 und 1 in die Luft. Die Startzeit wurde aufgrund der Verzögerungen bei der Klasse 1, die als zweites starteten, eine halbe Stunde nach hinten versetzt. Der Himmel zum grossen Teil bedeckt, doch es ging, wenn auch sehr zyklisch aufwärts. Einigen Piloten wurde dies gleich zu Beginn zum Verhängnis und sie sahen sich in aussichtsloser Position oder bereits am Boden. Julio machte seine Sache sehr gut, er bewegt sich stehts zwischen Rang 6 und 12, doch auf dem Weg vom letzten Wendepunkt zum Goal, den er mit ausreichend Höhe in Angriff nimmt, gerät er in der zyklischen Luft in ein Abwindband, dem er nicht mehr entfliehen kann, so steht er ca. 8 Kilometer vor dem Goal am Boden. 99% richtig gemacht und dennoch nicht belohnt worden. Sehr schade, aber der Wettbewerb ist noch lang und es gibt sicherlich noch einige Chancen seine Qualitäten zu zeigen. Ganz anders sieht es bei Petsch Neuenschwander aus, immer etwas hinter der Spitzengruppe zurück, die mit Alex Ploner, Primoz Gricar und Marco Laurenzi sehr gut aufgestellt war. Doch ein "Magic-Move" vor der zweitletzten Wende zeigte sich als die Siegsicherung. Direkte Linie und völlig ausser Sichtweite der Spitzengruppe, die sonst sicherlich reagiert hätte, führten zum Erfolg. Nicht nur das, Petsch erreichte das Ziel ganze 13 Minuten vor dem nächsten Verfolger. Alex Ploner, der Topfavorit zeigte sich doch etwas erstaunt, als er Petsch bereits am Landeplatz angetroffen hat. Jean Daniel Kugler beweist ebenfalls sein Können und so fliegt er gleich hinter der Spitzengruppe ins Ziel, provisorisch auf Rang 9, ein beachtliches Resultat und sehr wichtig für das Nationen-Ranking. Auch ihm stehen noch alle Türen offen, um an dieser EM ein sehr gutes Resultat nach Hause zu fliegen. Damien Zahn, musste leider kurz nach der letzten Wende landen. Eine Verwirrung mit dem verschobenen Rennstart und der Task Deadline lies in Glauben, dass er es nicht vor dieser ins Goal schaffe und er entschied sich noch aggressiv Kilometer zu machen. Mit der Aussenlandung findet er sich auf Rang 26 wieder. Aber auch für ihn gilt, der Wettbewerb ist noch lang! Wer sich diese spannenden Stunden nochmals "live" anschauen möchte: Class 1 https://livetrack360.com/livetracking/split/7638/833715000/833729400 Class 5 http://livetrack360.com/livetracking/split/7639/833707800/833731200 Drückt dem ganzen Team die Daumen! The first task is over—and what a task it was! After a few delays at the start due to shifting winds, all the pilots in Classes 5 and 1 finally took to the air. The start time was pushed back by half an hour due to the delays in Class 1, which was the second to take off. The sky was mostly overcast, but conditions were improving, albeit in a very cyclical pattern. For some pilots, this proved to be their undoing right from the start, and they found themselves in a hopeless position or already on the ground. Julio did very well; he consistently hovered between 6th and 12th place, but on the way from the last turnpoint to the goal—which he approached with sufficient altitude—he got caught in a downdraft in the cyclonic air from which he could not escape, so he landed about 8 kilometers before the goal. He did 99% of it right and yet was not rewarded. It’s a real shame, but the competition is still long, and there are certainly still plenty of chances to show his skills. The situation was quite different for Petsch Neuenschwander, who was always a bit behind the leading group, which was very well positioned with Alex Ploner, Primoz Gricar, and Marco Laurenzi. But a “magic move” before the second-to-last turn proved to be the key to victory. A direct line and being completely out of sight of the leading group—which would otherwise certainly have reacted—led to success. Not only that, but Petsch crossed the finish line a full 13 minutes ahead of the next competitor. Alex Ploner, the top favorite, seemed somewhat surprised when he encountered Petsch already at the landing site. Jean Daniel Kugler also demonstrated his skill, flying in just behind the leading group to finish provisionally in 9th place—a remarkable result and very important for the Nations Ranking. All doors remain open for him as well to fly home with a very good result from this European Championship. Damien Zahn, unfortunately, had to land shortly after the last turn. Confusion over the delayed race start and the task deadline led him to believe he wouldn’t make it to the goal before the deadline, so he decided to aggressively cover more distance. With his out-of-course landing, he finds himself in 26th place. But the same applies to him: the competition is still long! If you'd like to watch these exciting sessions again “live”: Class 1 https://livetrack360.com/livetracking/split/7638/833715000/833729400 Class 5 http://livetrack360.com/livetracking/split/7639/833707800/833731200 Keep your fingers crossed for the whole team! Fotos: Toni Crottet / Dani Graf
22nd FAI European Hang Gliding Class 1 & 11th FAI World Hang Gliding Class 5 Championships

Der Event beginnt

Daniel Graf, 31. May 2026
Teams aus ganz Europe sind in Gemona (IT) nahe der Slowenischen Grenze eingetroffen. Wie üblich wird der Wettbewerb mit den Klassen 1 (Flex) und 5 (Rigid) ausgetragen. Warum EM / WM? Für die Klasse 1 ist es die EM für die Klasse 5 die WM. Rund 130 Pilotinnen und Piloten aus 23 Ländern haben sich zum Event angemeldet. Das Schweizer Team ist bereit: Peter Neuenschwander, Damien Zahn und Jean-Daniel Kugler in der Klasse 1 und Julio Munoz in der Klasse 5 sind gut in Gemona angekommen und freuen sich auf eine super Wettbewerb. Wer am 13. Juni die begehrten Trophäen in den Händen hält, wird hier sicherlich publiziert. Das Fluggebiet ist vielen der Pilotinnen und Piloten bereits aus früheren Wettbewerben bekannt und bietet den Tasksettern viele Möglichkeiten. Besteht doch das Gebiet aus hohen Bergen im Norden und grossen Flachlandgebieten im Süden. Das verspricht interessante Tasks bei denen den Teilnehmenden sicherlich alles abverlangt wird. Heute Sonntag den 31. Mai ist die Einschreibung und die Eröffnungsfeier. Morgen den 1. Juni sollte ein Trainingstask angesagt werden, die Wetterprognosen stimmen mich aber etwas pessimistisch. Drückt unseren Athleten die Daumen! Teams from all over Europe have arrived in Gemona (IT), near the Slovenian border. As usual, the competition will feature Class 1 (Flex) and Class 5 (Rigid). Why European and World Championships? For Class 1, it’s the European Championship; for Class 5, it’s the World Championship. Around 130 drivers from 23 countries have registered for the event. The Swiss team is ready: Peter Neuenschwander, Damien Zahn, and Jean-Daniel Kugler in Class 1, and Julio Munoz in Class 5, have arrived safely in Gemona and are looking forward to a great competition. Whoever holds the coveted trophies in their hands on June 13 will certainly be featured here. Many of the pilots are already familiar with the flying area from previous competitions, and it offers task setters plenty of possibilities. After all, the area consists of high mountains in the north and large flatlands in the south. This promises interesting tasks that will certainly demand everything from the participants. Today, Sunday, May 31, is registration and the opening ceremony. Tomorrow, June 1, a training task is scheduled, but the weather forecasts are making me a bit pessimistic. Keep your fingers crossed for our athletes!
XC-Days A-Kader

Triangle-party at Riederalp: site record, many PB's and almost a WR

Stephanie Westerhuis, 31. May 2026
Zum ersten Mal fand ein XC-Weekend für die Pilot*innen des A-Kaders statt. Das erklärte Ziel war, sich austauschen zu können und, falls möglich, eine kreative Flugroute zu erproben. Inspiriert von Nicolas Poncelet und Jean Morisetti, die am Vortag zu einem 300er Dreieck von der Riederalp ins Aosta-Tal und Chamonix angesetzt hatten, war die Motivation gross, etwas ähnliches zu versuchen. Allerdings machte sich am Morgen Ernüchterung breit, als die neueren Modell-Läufe für die Alpensüdseite früher Gewitter vorhersagten. Etwas unschlüssig entschieden wir am Startplatz spontan, uns halt auf die klassische Dreiecks-Route in Richtung Grimsel und Berner Oberland zu begeben. Der Start war harzig. Lars landete sogar in der Mittelstation rein, um nochmals mit der Gondel hochzufahren. Auf dem Weg an den Grimselpass machte sich leicht störender Ostwind bemerkbar. Auch die dringend benötigten Thermiken für über den Furkapass waren zyklisch. In Richtung Oberalppass spülte der Wind einige weit runter (man munkelt, Chrigel Erne sei sogar unter der Stromleitung hindurchgeflogen.) Immerhin liessen wir nur ein paar Nerven und keinen Piloten in Andermatt zurück. Bei Fiesch entwickelte sich der Tag zum Guten und wir konnten richtig hoch aufdrehen. Leider konnte man dies nur während der Mittagspause mit MIL Off voll auskosten. Die Querung ins Berner Oberland ging erstaunlich einfach. Dort wurde der zweite Wendepunkt unterschiedlich weit in Richtung Genfersee gesetzt. Am weitesten wagten sich Lars und Philipp mit einem Schlenker bis nach Les Pléiades. Die Südtäler lieferten uns als Belohnung für alle Strapazen am Ende des Tages eine sehr hohe Basis. Lars flog sogar über die Dufourspitze! Der unerwartet gute, aber teils anspruchsvolle Tag resultierte in punkto FAI-Dreiecke in: - einen neuen Startplatz-Rekord: 328 km by Lars - viele persönliche Rekorde: Michael, Philipp, Daniel, Chrigel, Sebi, Steffi Die Distanz hätte auch gereicht für den Frauen-Weltrekord, aber am Schluss fehlten 300 m um das Dreieck ausreichend zu schliessen. Am Samstag waren alle müde. Wir starteten gemütlich in den Tag und nutzten die Gelegenheit für ausgiebigen Austausch während einer Kaffeerunde am Morgen. Schliesslich gingen alle mit dem Ziel an den Startplatz, bis nach Hause - oder zumindest zum Auto - zu fliegen. So zum Beispiel Serena an den Genfersee, Chrigel ins Zürcher Oberland und Daniel ins Rheintal. Gratulation! Ein weiterer lehrreicher Tag, der demonstriert, dass die besten Pilot*innen auch abseits der Autobahn fliegen können. Das gemeinsame Fliegen hat alle begeistert und ich wage zu behaupten, dass niemand ohne die anderen am Freitag ganz so weit geflogen wäre. Die Stimmung war sehr wohlwollend und motivierend - so fägt's! *** Stage de cross-country de l'équipe A : record du nombre de participants, records personnels et presque un record du monde Pour la première fois, un week-end de cross-country a été organisé pour les pilotes de l'équipe A. L'objectif déclaré était de pouvoir échanger et, si possible, de tester un itinéraire de vol créatif. Inspirés par Nicolas Poncelet et Jean Morisetti, qui avaient prévu la veille un triangle de 300 km partant de Riederalp vers la vallée d’Aoste et Chamonix, la motivation était grande pour tenter quelque chose de similaire. Cependant, le matin, la désillusion s’est installée lorsque les dernières prévisions météorologiques pour le versant sud des Alpes ont annoncé des orages précoces. Un peu indécis, nous avons décidé spontanément au point de départ de nous en tenir à l’itinéraire triangulaire classique en direction du Grimsel et de l’Oberland bernois. Le décollage a été laborieux. Lars a même atterri à la station intermédiaire pour remonter en télécabine. Sur le chemin du col du Grimsel, un vent d’est légèrement gênant s’est fait sentir. Les thermiques indispensables pour franchir le col de la Furka étaient également cycliques. En direction du col de l’Oberalp, le vent a emporté certains pilotes bien plus bas (on murmure que Chrigel Erne aurait même volé sous la ligne électrique). Au moins, nous n’avons laissé derrière nous à Andermatt que quelques nerfs à vif et aucun pilote. Près de Fiesch, la journée a pris une bonne tournure et nous avons pu vraiment monter haut. Malheureusement, nous n’avons pu en profiter pleinement qu’à la pause de midi avec MIL Off. La traversée vers l’Oberland bernois s’est avérée étonnamment facile. Là-bas, le deuxième point de virage a été fixé à des distances variables en direction du lac Léman. Lars et Philipp se sont aventurés le plus loin, avec un détour jusqu’aux Pléiades. En récompense de tous nos efforts, les vallées du sud nous ont offert une base très haute en fin de journée. Lars a même survolé la Dufourspitze à la fin ! Cette journée étonnamment bonne, mais parfois exigeante, a donné lieu, en termes de triangles FAI, à : - un nouveau record du site de décollage : 328 km de Lars - de nombreux records personnels : Michael, Philipp, Daniel, Chrigel, Sebi, Steffi La distance aurait également suffi pour le record du monde féminin, mais il manquait finalement 300 m pour boucler le triangle. Le samedi, tout le monde était fatigué. Nous avons commencé la journée tranquillement et en avons profité pour échanger longuement autour d’un café le matin. Finalement, tout le monde s’est rendu au site de décollage avec pour objectif de voler jusqu’à chez soi – ou du moins jusqu’à la voiture. Par exemple, Serena jusqu’au lac Léman, Chrigel dans l’Oberland zurichois et Daniel dans la vallée du Rhin. Félicitations ! Une nouvelle journée enrichissante qui démontre que les meilleurs pilotes savent aussi voler loin de l’autoroute. Voler ensemble a enthousiasmé tout le monde et j'ose affirmer que personne n'aurait volé aussi loin vendredi sans les autres. L'ambiance était très bienveillante et motivante – c'est ça, l'esprit !