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Freitag, 80km Task auf der Nordseite

Eigentlich wollten die Organisatoren heute wegen dem Nordwind nach Norma ausweichen. Aus diesem Grund mussten wir heute morgen schon um 8 Uhr auf der obligaten Kreuzung stehen, um wie in den letzten Tagen in die Busse verladen zu werden.

Das Swiss Team war wie immer pünktlich dort. Heute dauerte aber alles ein bisschen länger. Man wurde das Gefühl nicht los, dass irgend etwas nicht stimmte. Irgendwann sickerte dann durch, dass wir nicht wie geplant nach Norma, sondern wieder an unseren Nordstartplatz fahren werden. Auf dem Weg dorthin wurden wir durch wild wackelnde Bäume eingeschüchtert. Offenbar war der Nordwind doch stärker als erwartet?! Als plötzlich der zweite Car stehen bleibt und der Chauffeur hinten die Motorhaube aufreisst und darin herumfummelt, sinkt die Stimmung bei vielen gegen den Nullpunkt. Der Verdacht, dass wir heute wieder nicht zum fliegen kommen, wächst.

Oben am Startplatz angekommen, merken wir, dass es gar nicht so viel Wind hat, wie befürchtet. Wir warten relativ lange, bis die Leute vom kaputten Bus mit einem Ersatz eintreffen. In der Zwischenzeit wird ein 80km Task angeschrieben. Am Briefing sagt der Meteomann, dass es heute sehr stabil sein werde in den unteren Schichten und auch oben eine Inversion drin ist.

Als das Fenster öffnet, haben wir einen ordentlichen Aufwind, der nicht thermisch, sondern überregional zu sein scheint. Die Ersten versuchen sich vorne hochzusoaren.

In der Luft merke ich wie stark der Wind wirklich ist. Ich schaffe es nicht, rechtzeitig zum Start bei den Höchsten zu sein. Da mir kurz vor dem Start einer bei seinen Startkünsten den Schirm am Stabilo verrissen hat, sage ich mir: "Dann versuchen wir es halt tief - was solls." Auf dem Weg zu der zweiten Boje merke ich, dass es unten gar nicht so schlecht gleitet. Ich gebe ordentlich Gas und kann mit den vordersten mithalten. Als ich zusammen mit Luc Armand und Armin Eder die letzte Boje als Dritter nehme, sehe ich die Anderen in einem grossen Pulk aufholen. Es sind noch 20km bis ins Goal und die benötigte Gleitzahl beträgt ca. 18. Ich fliege das Ziel in einem Bogen zum Hang an, während die meisten Anderen direkt über das Flachland fliegen. Kurz vor dem Ziel kommen sie, mit mehr Höhe als ich, von hinten zu schiessen. Als ich sicher bin, dass es mir ins Ziel reicht, drücke ich auch die zweite Stufe durch. So kann ich verhindern, dass mich zu viele Piloten noch überholen.

Luc Armand und Aliaz Valiz geben sich einen spannenden Endanflug, und es wird wohl mit Leadingpoints ermittelt wer gewinnt.

Resultate später, wir sind erst gerade zurück vom Landeplatz und der GPS Download läuft noch...

(Bilder von Land)

Motorenprobleme bei der Auffahrt...
Im Spitzenpulk Richtung Norden zur Boje...
Führungspulk auf dem Weg ins Ziel...
09 July 2010, Christoph Trutmann



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